FAQ

Ich kümmere mich um den gesamten Prozess selbst. Von der Idee über die Herstellung der Glasarbeiten bis hin zur Fotografie, Videoschnitt, Präsentation, Verpackung und Versand. Dazu kommen die organisatorischen Seiten des Unternehmens wie Einkauf, Buchhaltung, Website und Marketing.
Meine Arbeiten entstehen frei von Hand am Brenner aus Borosilikatglas. Ich arbeite dabei ohne vorgefertigte Form, in der das Glas lediglich seine endgültige Gestalt bekommt. Form, Proportionen, Details und viele der Strukturen entstehen direkt während der Arbeit und werden von mir von Hand gesteuert.
Borosilikatglas hat eine andere chemische Zusammensetzung als das typische Kalknatronglas, das beispielsweise für viele Flaschen und andere alltägliche Glasprodukte verwendet wird. Ein wesentlicher Bestandteil von Borosilikatglas ist Boroxid. Dadurch besitzt Borosilikatglas unter anderem eine deutlich geringere Wärmeausdehnung. Es reagiert also weniger auf starke Temperaturveränderungen als typisches Kalknatronglas. Genau diese Eigenschaft macht es für die Arbeit am Brenner besonders geeignet.
„Glas entsteht in einer Hitze, die fast alles andere zerstören würde und endet als etwas, das nicht einmal einen Sturz aus geringer Höhe übersteht.“

Darüber denke ich oft nach.
Das hängt stark vom jeweiligen Werk ab. Grundsätzlich wird das Glas zunächst am Brenner erhitzt, bis es formbar wird. Danach wird es Schritt für Schritt aufgebaut, gezogen, gedreht, geblasen oder anders bearbeitet, bis die gewünschte Form und Struktur entsteht.

Viele Arbeiten bestehen dabei nicht einfach aus einem Stück Glas, das in Form gebracht wird. Farben, Muster und Details werden während des Prozesses nach und nach aufgebaut und anschließend miteinander verbunden.

Nach der eigentlichen Arbeit am Brenner muss das Werk kontrolliert abgekühlt und im Ofen entspannt werden, damit Spannungen im Glas reduziert werden.
Farben und Strukturen entstehen je nach Werk durch unterschiedliche Glasfarben, Schichten und Techniken. Manche Elemente werden direkt in das Glas eingebracht und anschließend weiterverarbeitet, andere entstehen erst durch das Zusammenspiel mehrerer Glasschichten.

Dabei ist nicht nur entscheidend, welche Farbe verwendet wird, sondern auch, wie sie im Glas positioniert, erhitzt und miteinander verarbeitet und verschmolzen wird. Dadurch können innerhalb eines Werkes sehr unterschiedliche Tiefen, Übergänge und Strukturen entstehen.
Die Blumen werden nicht einfach in das Glas eingeschmolzen. Das würde bei den hohen Temperaturen nicht funktionieren. Sie würden verbrennen und im Glas Blasen und unerwünschte Strukturen erzeugen.

Stattdessen zeichne ich die Blumen mit extrem feinen, dünnen Glasfäden direkt im Glas auf. Durch einen fortlaufenden Prozess, der einige Zeit in Anspruch nimmt, werden die einzelnen Elemente miteinander aufgebaut und eingeschmolzen. So entwickelt sich die Farbe und Struktur im Glas nach und nach zu einer Blüte.
Dafür gibt es sehr viele unterschiedliche Techniken und Herangehensweisen. Je nachdem, wie das Glas aufgebaut, gedreht, gezogen oder miteinander kombiniert wird, entstehen völlig unterschiedliche Muster und Farbkreationen.

Zu den Techniken, die dabei zum Einsatz kommen können, gehören beispielsweise Millefiori, Dot Stacking oder Reticello. Welche Technik verwendet wird, hängt vom jeweiligen Werk und dem gewünschten Ergebnis ab.
Einige Arbeiten entstehen als echte Einzelstücke, andere gehören zu kleinen Serien oder Kollektionen und greifen bestimmte Formen, Techniken oder Ideen mehrfach auf. Auch wenn ein Motiv oder eine Technik wieder aufgegriffen wird, wird jedes Stück einzeln von Hand gefertigt. Dadurch entstehen immer individuelle Unterschiede in Form, Farbe und Details.
Nein, eins zu eins kann ich ein Werk nicht wieder erschaffen. Ich kann eine ähnliche Arbeit noch einmal herstellen, aber sie wird niemals genau gleich sein.

Ich fertige meine Kunstwerke nicht als Serienproduktion an. Auch wenn eine bestimmte Idee oder Technik erneut aufgegriffen wird, entsteht jedes Stück wieder als eigenständige Arbeit.